Geschichte

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Bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. trat Wien als keltische Siedlung auf dem Schauplatz der Geschichte auf. Doch so richtig von sich reden machte die Stadt erst seit dem Jahr 1278, als König Rudolf I. von Habsburg Herzog Ottokar besiegte und die fast 650-jährige Herrschaft der Habsburger begann. Dieses Fürstengeschlecht war von jeher für seine Heiratspolitik bekannt, die den Habsburgern zu immer mehr Macht, Einfluss und Gebietszuwachs verhalf. Zwar blieb Wien von den Wirren des Dreißigjährigen Kriegs weitgehend verschont, da das vor den Toren der Stadt liegende schwedische Heer kampflos abzog, doch machten mehrere Belagerungen durch die Türken der Donaumetropole schwer zu schaffen.

Nachdem auch diese Gefahr Ende des 17. Jahrhunderts endgültig gebannt war, stand dem Ausbau Wiens zu einer barocken Metropole nichts mehr im Wege. Besonders Kaiserin Maria Theresia prägte mit ihrer sowohl resoluten als auch reformdurchdrungenen Regentschaft die Stadt und das Reich.

Napoleon machte der Österreichischen Großmacht für einige Zeit den Garaus, bis sie sich nach dem Wiener Kongress im Jahr 1814 nach und nach wieder etablierte. Unter Kaiser Franz Joseph I., der mit seiner 68 Jahre dauernden Regentschaft eine nach ihm benannte Ära begründete, entstand die österreichisch-ungarische Doppelmonarchie, in der der österreichische Kaiser gleichzeitig König von Ungarn war. Was den Ungarn schmeichelte, missfiel den Böhmen, Kroaten und den übrigen Völkern, die unter der Habsburger Herrschaft standen. Mit viel Druck, Bespitzelung und eiserner Hand wurde der Vielvölkerstaat zusammengehalten, bis das Ende des Ersten Weltkriegs zum Zusammenbruch des einstigen Weltreichs führte. Österreich rief die Erste Republik aus, die 1938 mit dem Anschluss an Deutschland ihr Ende fand. 1945 wurde die Zweite Republik proklamiert, die sich bis heute unter wechselnden Regierungen gehalten hat.