Hofburg

Die Wiener Hofburg mit ihren diversen Trakten, Flügeln, Höfen und Abteilungen als “Stadt in der Stadt” zu bezeichnen, ist keinesfalls übertrieben. Dieser Mikrokosmos im Herzen der Stadt würde allein Tage verschlingen, wollte man sich alles genau ansehen und besichtigen. Die Hofburg erstreckt sich zwischen dem Michaeler- und dem Josefsplatz sowie dem Burgring.

Seit dem Ende des 13. Jahrhunderts bis zum Niedergang der österreichisch-ungarischen Monarchie 1918 war sie der Herrschaftssitz der Habsburger und symbolisierte mit ihrer Größe und der verschwenderischen Pracht Österreichs Macht und Reichtum. Auch heute noch dient ein Teil der Hofburg dem österreichischen Bundespräsidenten als Amtssitz, daneben bietet das ehrwürdige Gebäude der Nationalbibliothek, mehreren Museen und verschiedenen Verwaltungen Raum.

Bereits die Außenbesichtigung der Hofburg ist beeindruckend und erfordert einige Zeit, bis man das weitläufige Bauwerk vollständig umrundet hat. Zu besichtigen sind auch der Reitschultrakt mit dem herrlichen ganz in Weiß gehaltenen Reitschulsaal, einem Meisterwerk des Barock und die Stallburg, in der die Elite der kaiserlichen Pferde untergebracht war. Die Hauptattraktion der Hofburg sind jedoch die Kaiserappartements mit ihren 22 Amts- und Wohnräumen von Kaiser Franz Joseph I. und seiner Gemahlin Elisabeth, die auch Sisi genannt wird. Hier erlebt man hautnah, wie “Kaisers” wohnten und lebten. Neben den Audienz- und Arbeitsräumen des Kaisers können auch die Wohn- und Schlafzimmer des hohen Paares besichtigt werden. Besonders beliebt – zumindest bei den weiblichen Besuchern – sind die Räume der legendären Kaiserin Sisi, in denen neben den kostbaren Möbeln auch ihre Turngeräte und die Utensilien zur täglichen und sehr aufwändigen Schönheitspflege ausgestellt sind.
In der Silberkammer können die in unzähligen Vitrinen ausgelegten Teller, Tassen, Gläser, Karaffen und alles, was zu einer höfischen Haushaltsführung gehörte, bestaunt werden. Auch die Entenpresse, die der Gewinnung von Fleischsaft für Sisis ständige Diäten diente, verdiente es, zur Schau gestellt zu werden.