Kunsthistorisches Museum

Das Kunsthistorische Museum ist schon von außen prächtig anzuschauen. Von Gottfried Semper und Carl von Hasenauer erbaut, stellt dieses Gebäude zusammen mit seinem Pendant, dem Naturhistorischen Museum, die beeindruckendsten Bauwerke des Burgrings dar. Auch die Innenausstattung lässt an Pracht und kunstvoller Architektur nichts zu wünschen übrig. Mit zwei Innenhöfen, einem großen achteckigen Kuppelturm und vier kleineren Nebenkuppeln sowie dem prunkvollen Treppenhaus schwelgt man schon beim Betreten dieses Gebäudes in Marmor, Gold und üppigen Verzierungen.

In den zehn Abteilungen des Museums sind unzählige Exponate aller Art ausgestellt: von der Ägyptisch-Orientalischen Sammlung über die Antikensammlung bis hin zur atemberaubenden Gemäldegalerie umfasst dieses Museum so ziemlich jede Epoche, die Bemerkenswertes in punkto Kunst hervorgebracht hat. Das 1891 von Kaiser Franz Joseph I. eröffnete Kunsthistorische Museum wirkt auf den Betrachter ein wenig wie eine sakrale Weihestätte.

Ganz klein steht man unter den monströsen Deckengewölben und schaut sich bewundernd in diesem kolossal anmutenden Gemäuer um. Werke von Dürer und Cranach, Bruegel, van Dyck, Vermeer, Rembrandt, Tizian, Bellini, Raffael und Tintoretto führen dem Betrachter die eigene Bedeutungslosigkeit vor Augen, so jedenfalls haben es die Erbauer des Museums geplant. Mittelalterliche Preziosen, Prunkgefäße aus Bergkristallen und Halbedelsteinen, Steinschneide- und Elfenbeinarbeiten, astrologische Geräte, Uhren vieles mehr gilt es auf dem etwa vier Kilometer umfassenden Rundgang zu bestaunen. Als besondere Sehenswürdigkeiten seien der Himmelsglobus von Georg Roll, die Krumauer Madonna und das Salzfass von Benvenuto Cellini erwähnt.

Wem vom Anblick all dieser Schätze die Augen schmerzen, mag sich im Restaurant erholen und kann danach im Museums-Shop schöne und herrlich unnütze Souvenirs erstehen.