Museumsquartier

Das Wiener Museumsquartier begann Anfang des 18. Jahrhunderts als kaiserlicher Hofstall, in dem einst 600 Pferde untergebracht waren. Nach dem Ersten Weltkrieg beherbergte der “Messepalast”, wie der Barockbau von den Wienern genannt wurde, mehrere Messen und Ausstellungen, bis im Herbst 2001 das spektakuläre Museumsquartier eröffnet wurde. Das Museumsquartier, kurz MQ genannt, ist mit seiner Fläche von 60.000 Quadratmetern eines der größten Kulturzentren der Welt. Es stellt nicht nur Kunst aus, es vereinigt auch Kunstsparten, Architektur und Naherholungseinrichtungen auf einzigartige Weise.

Die Palette reicht von bekannten Kunstmuseen wie dem Leopold Museum mit der weltweit größten Egon-Schiele-Sammlung und Werken von Gustav Klimt und Oskar Kokoschka zum Museum moderner Kunst/Stiftung Ludwig Wien, kurz MUMOK. Die Kunsthalle Wien ist die städtische Ausstellungshalle für internationale zeitgenössische Kunst mit Schwerpunkten auf Fotografie, Video, Film, Installation und Neue Medien.

Auch für kleine Kunstbegeisterte bietet das MQ ein reiches Betätigungsfeld: im ZOOM Kindermuseum – dem einzigen Museum für Kinder in Mitteleuropa mit fixer Spielstätte und Workshop-Angebot – gibt es ein Multimedialabor und Ateliers, in denen sich die jungen Besucher nach Herzenslust “ausprobieren” können. Im “ZOOM Ozean” entdecken die Kleinen fabelhafte Unterwasserwesen, Schiffe und einen Leuchtturm, während die älteren Kids ihre Computerfähigkeiten verfeinern und ausbauen können.

Das Architekturzentrum Wiens, ein Tabakmuseum und das internationale Tanzquartier befinden sich ebenfalls in dieser “Museumsstadt”, daneben bietet das MQ eine ständige Plattform für Festivals und Veranstaltungen jeglicher Art. Die hervorragende Lage mitten im Stadtzentrum mit Bars, Cafés, Buchhandlungen und Läden eröffnet neben Kultur en gros fast unbegrenzte Freizeit- und Shoppingmöglichkeiten.
Das Museumsquartier ist ein anfangs viel kritisiertes Konglomerat von barocker Bausubstanz und modernster Architektur, das als gelungenes urbanes Gesamtkunstwerk bezeichnet werden darf.