Nachtleben

Irgendwann schließen auch die Wiener Restaurants, Kaffeehäuser und Heurige ihre Pforten – gegen Mitternacht muss man also weiterziehen, sofern man zu den Nachtschwärmern gehört. Das fällt in der Metropole an der Donau nicht schwer, da das Nachtleben in den letzten Jahren so vielfältig und abwechslungsreich geworden ist, dass auch Weltenbummler hier nichts entbehren.

Die trendigsten “Locations” sind über die ganze Stadt verstreut, doch findet man eine hohe Konzentration an flippigen Kneipen im innerstädtischen Bereich und entlang der Linie des “Wiener Gürtels”. Ob man nun schrille Discos, gediegene Cocktail-Bars und Lounges oder minimalistisch gestylte Designerkneipen sucht, hier findet sich für jeden Geschmack das passende “Etablissement”. Neben Hippie-Höhlen, in denen bis vier Uhr früh getrunken, getanzt und abgehangen werden kann, gibt es auch gemütliche Beisln, Jazz-Lokale oder angesagte Clubs mit mehr oder minder verwegenem Publikum.

Für Techno-Freaks steigt cirka alle zwei Monate eine Giga-Techno-Party im Budo-Center, und Wiens Superdisco “Nachtwerk” mit angeschlossener Pizzeria und Café zieht allabendlich mehrere Hundert Tanzwütige an. Live-Musik und Jazz wird im ehemaligen Schlachthof geboten, einem riesigen Backsteinkomplex mit zwei Hallen und einem großen Open-Air-Areal. Schon in den frühen Siebziger Jahren fanden hier unzählige Konzerte und Events statt, so dass die “Arena” einer der kreativsten Orte Wiens darstellt.

Wer das Glück herausfordern möchte, kann dies im Casino Wien tun, das täglich von 15 bis 4 Uhr geöffnet hat. Mit Black Jack, Roulette und Poker kann man zu Reichtum kommen – oder auch nicht. Auch für Lesben und Schwule hat Wien einiges zu bieten: Im “Motto” in der Schönbrunner Straße trifft sich die männliche Szene, während das Frauencafé in der Langen Gasse ausschließlich für die Damenwelt geöffnet hat. Und wer lange genug durchhält, kann an den bis frühmorgens geöffneten Würstelständen, die es überall in Wien gibt, bereits ein deftiges Frühstück zu sich nehmen.