Schloss Schönbrunn

Hier werden imperiale Träume wahr – in den Räumen und Gärten von Schloss Schönbrunn wandelten einst Maria Theresia und Franz Joseph fernab vom lauten Treiben der österreichischen Hauptstadt. Die Schlossanlage ist wohl das beliebteste Touristenziel Wiens, das in der Hauptsaison täglich bis zu 11.000 Schaulustige anzieht. Diesem gewaltigen Besucherstrom kann nur deshalb Genüge getan werden, da sich viele Touristen mit einer Außenbesichtigung des Schlosses und einem Rundgang durch den Park begnügen – sie wissen nicht, was ihnen entgeht.

Das im leuchtenden Gelb der Habsburger gehaltene und im Rokokostil erbaute Märchenschloss diente mit seinen 1200 Sälen und Salons den österreichischen Kaisern als prunkvolle Sommerresidenz. Mit dem ältesten Tiergarten der Welt, der berühmten Gloriette, seinem naturbelassenen Tiroler Garten und dem Palmenhaus ließ es sich hier während der heißen Sommermonate angenehm leben.

Etwas abseits von Schönbrunn, im Lainzer Tiergarten, liegt die Hermesvilla, die Kaiser Franz Joseph I. seiner Sisi schenkte, die sich in der prunkvollen Sommerresidenz ebenso wenig wohlfühlte wie in der altehrwürdigen Hofburg.

Die Schauräume des Schlosses können nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden, was man nicht versäumen sollte. So ist das Millionenzimmer hervorzuheben, für dessen kostbare Einrichtung Maria Theresia angeblich eine Million Taler ausgegeben hat. Das Vieux-Lalique-Zimmer mit den asiatischen Lacktafeln ist ebenso sehenswert wie das Napoleon-Zimmer, der prachtvolle Festsaal und die Große Galerie.
Kaiser Franz Joseph wählte Schönbrunn zu seiner dauerhaften Residenz, zu der er jeden Tag zur gleichen Mittagsstunde hinausfuhr. Er wurde in diesem Schloß geboren und starb auch darin, was womöglich das innige Verhältnis des Kaisers zu Schönbrunn erklären mag.